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Letztens beim  Wiener SALONPARCOURS

6. und 7. Mai 2022

in Wien Ottakring und Hernals

mit Andi Menrath, Sayuri Kato und Hubert Wolf   

Guides:  Stephanie Schmiderer, Katrin Woelger

Fotos: Nick Mangafas

Salonparcours#14, im Mai in Ottakring.
Salonparcours, das ist eine gutgelaunte Mischung von Grätzl-Geschichten, Kunst-Performances und Einblicken in private Räume und Ateliers. Im Mai fand die 14. Auflage statt, im 16. & 17. Bezirk.
Etwa 20 Flaneure trafen sich vor dem Yppenheim, einem ehemaligen Kriegsinvaliden-Wohnheim. Das prächtige Gebäude gehört zum Bestand des Bundesheeres, es ist eher schwierig, in sein Inneres zu gelangen. Was gibt es da Geheimes zu verbergen? Wer wohnt bzw. operiert da jetzt? Nun zogen die Flaneure über den Brunnenmarkt, der gerade Feierabend machte, zur ersten              Station, Wohnung und Studio des Schlagzeugers Andi Menrath. Andi weihte uns in sein Geheimnis ein: Schlagzeug-Solos bei Zimmerlautstärke. Vermutlich eine Errungenschaft der Lockdowns. Die Flaneure waren begeistert, vor allem über die Improvisation „Heast, Oida“. Über den Yppenplatz ging es nun in die Ottakringer Straße, vorbei an den Ständen von Onkel Staud und Tante Gogi. In der Ottakringer Straße besichtigte man ein paar verwunschene Innenhöfe mit prächtigen, parkähnlichen Gärten, um in Station Nr. 2, einem Waschsalon, erneut ein Konzert zu genießen.
Gastgeberin Katrin enthüllte die verborgenen Qualitäten des Museums, Kunstwerke von Franz West, Peter Kogler, Damian Hirst etc. Tracy Enim lässt hier ihre Bettwäsche waschen. Dazu gab Sayuri Kato ein kammermusikalisches Keyboard-Konzert , gelegentlich untermalt vom Schmatzen der Waschmaschinen und dem Fauchen der Trockner. Nach E-Musik gab es U-Musik, Sayuri dirigiert das Wienerlied Zwoa aus Ottakring. Der Text ist wirklich herzig und alle Flaneure sangen mit, sogar die Fremdsprachigen.
Letzte Station war im 17. Bezirk, am Parhamerplatz, in einem Barockhaus, das noch keinen Spekulanten zum Opfer gefallen war. Der Kabarettist Hubert Wolf erfreute die Flaneure mit einer Lesung seiner Lieder ohne Musik. Übrigens: Wolf verkörpert seit 20 Jahren den Vater der XXXLutz-Familie, und beim Song „Baam, Oida, Baam – ich kenn dich aus der Reklam“ kam helle Freude auf. Der Abend endete bei Wein und Plauderei. Wie immer.
Cosima Reif, Mai 2022

Dank an

Michael Winkelmann

Dr. Andrea Kriegler

Weingut Polczer, Eisenberg

MA7

BMKOES

Bezirkskultur Ottakring